Herzen-Sehen

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Claudia Münster

Interview mit Claudia Münster

| 4 Kommentare

Heute präsentiere ich Euch das Interview mit Claudia Münster

Claudia Münster

Claudia Münster habe ich durch “Zufall” bei meinen Recherchen und meinem Selbststudium in Sachen Online-Marketing  entdeckt und war sofort begeistert von Ihren Beiträgen.


Claudia ist Bloggerin, Autorin, Impulsgeberin, Offline-Unternehmerin und Online-Trainerin und außerdem Coach.
Claudia hat u.a. Sozialpädagogik studiert und danach Rechtswissenschaften und einige Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet. Danach stieg Claudia in die Firma ihres Mannes ein, in der sie heute als Geschäftsführerin mit Engagement und Begeisterung die Faszination des Handels für sich entdeckt hat. Parallel hierzu baute sie sich ihr Online Business als Trainerin und Coach auf und unterstützt Frauen dabei, das nächste Level zu erreichen.
Claudia ist eine Herzen-Seherin 🙂

 

Sandra
Liebe Claudia, schön, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst! Wenn Du nichts dagegen hast, steigen wir direkt ein 🙂

Claudia
Gern, lass’ uns loslegen. Ich freue mich total über Deine Einladung.

Sandra
Was heißt für dich “Aufräumen im Innen und Außen”?

Claudia
Das heißt, fortwährend Dranbleiben und immer wieder konfrontieren und konfrontiert werden.
Es geht nicht darum, lediglich auf einer Ebene aufzuräumen. Wie in einer Schublade haben wir 1.000 Sachen abgelegt, unsortiert, ohne Wertigkeit, einfach rein geschmissen. Doch irgendwann geht die Schublade immer schwerer zu und auf. Und das ist der Moment, wo Dinge, Gefühle, Beziehungen usw. raus wollen aus der Schublade. Du spürst die Enge dieser Schublade und willst sie loswerden.
Du willst Weite, willst durchatmen können.

Das kennst Du doch bestimmt auch, oder? Du nimmt Dir immer wieder etwas vor: Ich räume dieses Arbeitszimmer auf. Ich miste den Kleiderschrank aus. Ich nehme mir endlich mehr Zeit für meine Mutter. Und doch bleibt alles wie ist ist. Weil Du aus diesem Wust keinen Weg findest.

So eine Schublade steht für alles, was wir deckeln und deshalb mitschleppen müssen.

Sandra
Was war das Wichtigste, das Du aus Deiner Schublade rausgeholt hast?

Claudia
Darauf gibt es nicht DIE Antwort. Ich bin bekennender Schubladen-Durchwühler. Und ich finde immer etwas. Wahrscheinlich bin ich sogar etwas anstrengend in meinem Bedürfnis, immer tiefer und immer weiter zu kommen, auf den Grund der Schublade.
Wenn ich eines wählen muss, dann ist es die Erkenntnis, dass ich un-perfekt viel perfekter bin.

Sandra
Warum hast Du überhaupt damit angefangen, aufzuräumen?

Claudia
Ich habe ein Bedürfnis zu wachsen. In meiner Persönlichkeit und in dem Kontakt zu anderen Menschen. Ich liebe es, wenn ich – ob beruflich oder privat – dahin komme, dass ich denke: Yes, genau so ist es und warum bin ich nicht schon viel früher diesen Weg gegangen?

Meine Motivation aufzuräumen ist, Platz zu schaffen für Neues: neue Menschen, neue Inspirationen und neue Gedanken. Und das mache ich wieder und wieder. Und das wirklich Geniale daran ist, dass ich immer wieder überrascht werde. Menschen, die ich bislang in einer ganz bestimmten Art und Weise wahrgenommen habe, überraschen mich plötzlich, weil ich mir und ihnen die gedankliche Freiheit dazu gebe. Und das ist wirklich fantastisch. Denn ich erkenne jedes mal, dass meine scheinbare Welt viel größer ist als angenommen.

Sandra
Claudia, kannst Du auf ein Thema intensiver eingehen, bei dem Du so richtig aufgeräumt hast?

Claudia
Ja klar, da möchte ich über das Thema “Ich und mein Job” sprechen.

Sandra
Prima. Was hat sich wirklich verändert für Dich persönlich, in Deinem Leben, in Deinen Beziehungen, in Deinem Arbeitsumfeld, als Du mit diesem Thema “aufgeräumt” hast?

Claudia
Alles. Ich habe meinen Job immer geliebt. Aber was passiert ist, nachdem ich mental aufgeräumt habe, ist unbeschreiblich.
Ich war die typische und überzeugende Vertreterin für die folgenden Sätze:

  • Für eine Selbstständigkeit musst du geboren sein.
  • Ich mag verkaufen nicht.
  • Ich kann nicht verkaufen.
  • Ich laufe doch nicht dem Kunden hinterher, der ist doch sonst total genervt von mir.
  • Verkaufen ist aufdringlich und peinlich.

Und seit ich bei diesem Thema aufgeräumt habe, ist der Unterschied frappierend. Ich liebe es mittlerweile, zu verkaufen. Und meine Kunden spüren das und lieben es.

Es fühlt sich gut und richtig und einfach perfekt an. Und ich denke höher, größer, in anderen Dimensionen. Kein Ziel erscheint mir unerreichbar. Tatsächlich ist nach dem Aufräumen mein beruflicher  Erfolg auf ein höheres Level gestiegen.

Das was ich empfinde, wenn ich meinen Job mache, kommt bei den Kunden an. Und sie mögen es. Und das motiviert mich wiederum.
Es ist ein Kreislauf der Erfolgs.

Sandra
WOW, das hört sich klasse an!
Gibt es in Deiner Schublade noch etwas, von dem Du weißt, dass es unbedingt ausgemistet werden sollte? Wenn ja, verrätst Du mir, was es ist?

Sandra
Na klar, verrate ich Dir das. Seit ich mich entschlossen habe, meine Verletzlichkeit zu zeigen, geht es mir viel besser. Und ich fordere mich da auch immer wieder heraus, damit ich nicht in alte Muster verfalle.
Und deshalb mein Geständnis: Ich möchte noch deutlich unabhängiger von den Reaktionen von Außen sein.

Sandra
Claudia, da hast Du ja ganz schön was ins Rollen gebracht auf Deinem Weg! Ich kann Dich an dieser Stelle nur beglückwünschen, dass Du das so gemacht hast. Und was ich toll finde, dass Du immer noch dran bleibst, auch an unbequemen Themen.

Hast du zum Abschluss einen Impuls für meine Leser, der den ein oder anderen ermutigen kann, in seiner eigenen Schublade aufzuräumen?

Claudia
Oh ja, geht dahin wo es dunkel ist. In die Tiefe der Schublade. Da wo es ein bisschen staubig ist, da wo ihr lange nicht mehr hingeschaut habt.
Geht zu dem, was sich dagegen sträubt, über Bord geworfen zu werden.

Ich selber hasse es zunächst, irgendwie solche Stellen zu finden. Und ich denke, dass es reicht, dass ich es gut sein lassen sollte. Und doch merke ich dann immer wieder, dass da irgendwelche Knöpfe sind. Knöpfe, die von anderen gedrückt werden können, wenn ich mich nicht um diese Baustellen kümmere.

Deshalb nehme ich – wenn ich mich auch zunächst noch so sträube – diese Baustellen an. Kann manchmal etwas dauern. Aber irgendwie lässt es mir dann doch keine Ruhe. Ein Beispiel: Sagt z.B. eine entfernte Bekannte etwas über die Rabenmutter-Nachteile von berufstätigen Frauen, rege ich mich innerlich wahnsinnig auf. Habt Ihr auch so etwas? Perfekt. Dann habt Ihr euren Knopf. Reingehen, schnuppern, untersuchen, gegen das sich-sträuben angehen, sezieren.

Und dann kommt irgendwann der Moment, wo Du siehst. Oh verdammt, diese Erkenntnis, dass das mit Dir zu tun und zwar ausschließlich mit Dir. Und genau da sitzt das Gold. Go for it. Tut echt weh. Ich weiß es. Aber bleibt dran. Es lohnt sich.

Sandra
Liebe Claudia, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast für dieses Interview und Deine schönen Impulse!

 

Claudia Münster

 

Wer mehr über Claudia erfahren möchten, hier geht´s lang:
www.claudiamuenster.de

 

4 Kommentare

  1. Hallo Ihr beiden,

    so ein schönes Interview! Toll gemacht.

    Ich liebe es ja ebenfalls aufzuräumen. Im Innen wie Außen.
    Allerdings plädiere ich auch dafür, dass man eine Schublade dann auch irgendwann einfach mal geschlossen lassen darf.
    Es sei denn, Du merkst, dass sie droht, aus den Scharnieren und der Inhalt Dir um die Ohren zu fliegen. Ja, dann ist tatsächlich nochmal Räumbedarf 🙂

    Zum Thema Verkauf gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht 🙂 Und ist es nicht toll, wie sehr ein entsprechendes Mindset Einfluss auf so Vieles hat? Die Beziehung zu Deinen Kunden, die Art, wie Du Dich selbst und Dein Business erlebst. Hier Glaubenssätze über Bord zu werfen bringt tatsächlich alles in Bewegung. Genau dort rate ich auch jeder Unternehmerin anzusetzen. Hier fängt alles an. Der Rest ist Technik. Und die kann man lernen.

    Liebe Grüße
    Christina

    • Hallo Christina, vielen Dank für Deine Rückmeldung zu dem Interview!
      Aus eigener Erfahrung teile ich Deine Ansicht zu „Hier Glaubenssätze über Bord zu werfen bringt tatsächlich alles in Bewegung.“ Wobei das leider nicht immer so easy ist, besonders wenn die Glaubenssätze schon so lange in einem „wohnen“ 😉 Aber das Gute ist sicher, wenn man sich seiner Glaubenssätze überhaupt erstmal bewusst ist. Ein schönes Wochenende für Dich!
      Liebe Grüße, Sandra

  2. Liebe Sandra,

    schön, dass du wieder online bist. ich wünsche dir einen großartigen Start und ganz viel Spaß und Erfolg.

    Danke, dass ich bei dem Re-Launch dabei sein darf.

    Herzliche Grüße

    Claudia

    • Liebe Claudia, ich danke Dir für Deinen Support und überhaupt:)
      Wir bleiben in Kontakt, darüber freue ich mich.
      Liebe Sonntagsgrüße,
      Sandra

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